Stand: 15. Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") regeln die vertraglichen Beziehungen zwischen Lightle Coaching, vertreten durch den Inhaber, mit Sitz in der Torstraße 102, 10119 Berlin, Deutschland (nachfolgend "Coach" oder "wir") und seinen Klienten (nachfolgend "Klient" oder "Sie") für alle angebotenen Coaching- und Beratungsdienstleistungen. Die Kontaktaufnahme ist per E-Mail an [email protected] möglich.
1.2. Diese AGB sind die ausschließliche Grundlage für sämtliche zwischen uns und dem Klienten begründeten Rechtsverhältnisse. Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Klienten werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird von uns ausdrücklich und in schriftlicher Form zugestimmt. Dieses Zustimmungserfordernis gilt auch dann, wenn wir in Kenntnis der AGB des Klienten die Dienstleistung vorbehaltlos ausführen.
1.3. Diese Bedingungen gelten gleichermaßen für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Ein Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Ein Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
1.4. Die jeweils gültige Fassung dieser AGB wird dem Klienten vor Vertragsschluss zur Verfügung gestellt und kann jederzeit auf unserer Webseite unter der Domain lightlecmp.pro eingesehen, gespeichert und ausgedruckt werden. Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung.
§ 2 Vertragsgegenstand, Leistungsumfang und Abgrenzung
2.1. Gegenstand des Vertrages ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des professionellen Coachings, der Beratung und der Durchführung von Trainings und Workshops für Einzelpersonen und Gruppen, insbesondere für Führungskräfte und Teams. Die konkreten Inhalte, der Umfang, die Dauer und die Ziele der Dienstleistung werden in einem individuellen Angebot bzw. einer gesonderten Coaching-Vereinbarung zwischen dem Coach und dem Klienten festgelegt.
2.2. Unsere Dienstleistungen basieren auf einem partnerschaftlichen Prozess, der den Klienten dabei unterstützt, sein volles Potenzial zu entfalten, Lösungsstrategien zu entwickeln und persönliche oder berufliche Ziele zu erreichen. Es handelt sich hierbei um eine reine Dienstleistung im Sinne eines Dienstvertrages (§§ 611 ff. BGB). Ein bestimmter Erfolg, sei es wirtschaftlicher, persönlicher oder sonstiger Natur, wird nicht geschuldet und kann nicht garantiert werden. Der Coach stellt seine Expertise, Methoden und Zeit zur Verfügung, um den Klienten in seinem Entwicklungsprozess zu begleiten. Der Erfolg hängt maßgeblich von der aktiven und eigenverantwortlichen Mitarbeit des Klienten ab.
2.3. Die Dienstleistungen des Coaches stellen ausdrücklich keine Form der Psychotherapie, Heilbehandlung oder Rechts- und Steuerberatung dar und ersetzen diese nicht. Das Coaching setzt eine normale psychische und physische Belastbarkeit des Klienten voraus. Der Klient versichert mit Vertragsschluss, dass er sich nicht in psychotherapeutischer oder psychiatrischer Behandlung befindet, die einem Coaching entgegenstehen könnte. Sollte dies der Fall sein, ist der Klient verpflichtet, den Coach vorab zu informieren und die Teilnahme am Coaching mit seinem behandelnden Arzt oder Therapeuten abzuklären.
§ 3 Zustandekommen des Vertrages
3.1. Die Darstellung unserer Dienstleistungen auf der Webseite lightlecmp.pro oder in anderen Werbematerialien stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum).
3.2. Der Vertragsschluss erfolgt in der Regel durch einen mehrstufigen Prozess:
- a) Der Klient stellt eine Anfrage per E-Mail, Kontaktformular oder Telefon.
- b) In einem unverbindlichen und kostenfreien Erstgespräch werden die Anliegen des Klienten, die Ziele und der mögliche Rahmen einer Zusammenarbeit erörtert.
- c) Basierend auf diesem Gespräch unterbreitet der Coach dem Klienten ein detailliertes, schriftliches Angebot (z.B. per E-Mail). Dieses Angebot benennt den Leistungsumfang, die voraussichtliche Dauer, die Frequenz der Sitzungen und das vereinbarte Honorar. Dieses Angebot ist für den Coach für eine Frist von 14 Kalendertagen bindend.
- d) Ein rechtsverbindlicher Vertrag kommt zustande, sobald der Klient dieses Angebot ausdrücklich und unverändert in Textform (z.B. durch eine bestätigende E-Mail) annimmt. Eine bloße Terminvereinbarung ohne explizite Annahme des Angebots begründet noch kein Vertragsverhältnis.
3.3. Der Coach ist berechtigt, den Abschluss eines Vertrages ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn der Eindruck entsteht, dass die Anliegen des Klienten außerhalb der Kompetenzen des Coaches liegen oder die erforderliche Vertrauensbasis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nicht hergestellt werden kann.
3.4. Die Vertragssprache ist ausschließlich Deutsch.
§ 4 Widerrufsrecht für Verbraucher
4.1. Sofern Sie den Vertrag als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB abschließen, steht Ihnen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Über dieses Recht belehren wir Sie nachfolgend:
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Lightle Coaching, Torstraße 102, 10119 Berlin, Deutschland, E-Mail: [email protected]) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, was jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Besonderer Hinweis zum vorzeitigen Erlöschen des Widerrufsrechts
Ihr Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen auch dann, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An:
Lightle Coaching
Torstraße 102
10119 Berlin
Deutschland
E-Mail: [email protected]
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
Bestellt am (*):
Name des/der Verbraucher(s):
Anschrift des/der Verbraucher(s):
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):
Datum:
(*) Unzutreffendes streichen.
Ende der Widerrufsbelehrung
4.2. Das Widerrufsrecht besteht nicht für Klienten, die Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind.
§ 5 Leistungserbringung, Ort und Termine
5.1. Die Coaching- und Beratungsleistungen werden vom Coach persönlich oder von einem qualifizierten, vom Coach beauftragten Partner erbracht. Der Klient wird über den Einsatz eines Partners vorab informiert und muss diesem zustimmen.
5.2. Der Ort der Leistungserbringung wird individuell vereinbart. Sitzungen können in den Geschäftsräumen des Coaches, in den Räumlichkeiten des Klienten, an einem neutralen Ort oder virtuell über digitale Kommunikationsmittel (z.B. Videokonferenz) stattfinden. Bei Sitzungen außerhalb der Geschäftsräume des Coaches in Berlin können gesonderte Reise- und Spesenkosten anfallen, die im Angebot transparent ausgewiesen werden.
5.3. Termine für Sitzungen werden zwischen Coach und Klient in beiderseitigem Einvernehmen festgelegt. Die vereinbarten Termine sind verbindlich. Eine Pünktlichkeit beider Parteien wird vorausgesetzt. Eine Verspätung des Klienten führt nicht zu einer Verlängerung der Sitzungszeit; das vereinbarte Enddatum der Sitzung bleibt bestehen. Der volle Honoraranspruch für die gebuchte Zeiteinheit bleibt davon unberührt.
§ 6 Stornierung, Umbuchung und Ausfall von Terminen
6.1. Eine Stornierung oder Umbuchung eines vereinbarten Einzeltermins (gilt für Coaching-Sitzungen, Beratungen) durch den Klienten ist bis zu 48 Stunden (zwei Werktage) vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich. Die Mitteilung muss in Textform (E-Mail) an den Coach erfolgen. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit ist der Eingang der Mitteilung beim Coach.
6.2. Bei einer Stornierung oder Umbuchung, die weniger als 48 Stunden, aber mehr als 24 Stunden vor dem Termin erfolgt, wird eine Ausfallgebühr in Höhe von 50 % des für die Sitzung vereinbarten Honorars fällig.
6.3. Erfolgt die Absage weniger als 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin oder erscheint der Klient ohne Absage nicht zum Termin (No-Show), wird das volle vereinbarte Honorar für die gebuchte Einheit in Rechnung gestellt. Dem Klienten bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Coach ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.
6.4. Für gebuchte Leistungspakete (Kontingente von mehreren Sitzungen) oder Workshops gelten die im individuellen Angebot festgelegten Stornierungsbedingungen. Sofern nicht anders vereinbart, ist eine Kündigung des Gesamtpakets nach Beginn der Leistungserbringung nur unter den in § 12 genannten Bedingungen möglich. Einzelne Termine innerhalb eines Pakets unterliegen den Regelungen der Ziffern 6.1 bis 6.3.
6.5. Sollte der Coach einen Termin aus unvorhersehbaren, wichtigen Gründen (z.B. Krankheit, höhere Gewalt) absagen müssen, wird der Klient schnellstmöglich informiert. In diesem Fall entfällt das Honorar für die ausgefallene Sitzung. Der Coach wird sich bemühen, einen zeitnahen Ersatztermin anzubieten. Weitergehende Ansprüche des Klienten, insbesondere auf Schadensersatz (z.B. für Reisekosten oder Verdienstausfall), sind ausgeschlossen, es sei denn, es liegt vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten seitens des Coaches vor.
§ 7 Vergütung, Rechnungsstellung und Zahlungsbedingungen
7.1. Die Vergütung für die Dienstleistungen des Coaches richtet sich nach dem im individuellen Angebot bzw. der Coaching-Vereinbarung festgelegten Honorar. Alle angegebenen Preise für Klienten, die Unternehmer sind, verstehen sich netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Für Klienten, die Verbraucher sind, werden Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer angegeben.
7.2. Sofern nicht anders vereinbart, ist das Honorar für Einzelsitzungen im Voraus oder unmittelbar nach Erhalt der Rechnung ohne Abzug fällig. Bei Leistungspaketen kann eine Vorauszahlung oder eine Ratenzahlung vereinbart werden. Die genauen Zahlungsmodalitäten werden im Angebot festgelegt.
7.3. Die Rechnungsstellung erfolgt elektronisch per E-Mail an die vom Klienten angegebene Adresse. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Kalendertagen nach Rechnungsdatum auf das in der Rechnung angegebene Konto zu überweisen.
7.4. Gerät der Klient mit einer Zahlung in Verzug, ist der Coach berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu fordern. Gegenüber Unternehmern beträgt der Verzugszinssatz 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Gegenüber Verbrauchern beträgt er 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt unberührt. Der Coach ist zudem berechtigt, die weitere Leistungserbringung bis zum vollständigen Ausgleich der fälligen Forderungen auszusetzen.
7.5. Ein Recht zur Aufrechnung steht dem Klienten nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt oder vom Coach unbestritten oder anerkannt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Klient nur ausüben, soweit sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
§ 8 Mitwirkungspflichten und Eigenverantwortung des Klienten
8.1. Der Coaching-Prozess ist ein kooperativer Vorgang, der auf gegenseitigem Vertrauen und der aktiven Beteiligung des Klienten beruht. Der Klient ist sich bewusst, dass der Erfolg der Zusammenarbeit maßgeblich von seiner eigenen Bereitschaft zur Selbstreflexion, zur Offenheit gegenüber neuen Perspektiven und zur konsequenten Umsetzung der erarbeiteten Schritte abhängt.
8.2. Der Klient verpflichtet sich, aktiv und engagiert an den Sitzungen teilzunehmen, vereinbarte Aufgaben oder Übungen nach bestem Wissen und Gewissen zu bearbeiten und für die Sitzungen physisch und mental vorbereitet zu sein. Er ist für seine eigene physische und psychische Gesundheit während der Sitzungen und in der Zeit dazwischen vollumfänglich selbst verantwortlich.
8.3. Alle Entscheidungen und Handlungen, die der Klient im Laufe oder als Ergebnis des Coachings trifft, liegen in seiner alleinigen Verantwortung. Der Coach agiert als Prozessbegleiter und Impulsgeber; er trifft keine Entscheidungen für den Klienten und gibt keine Handlungsanweisungen vor.
8.4. Der Klient ist verpflichtet, dem Coach alle für die Auftragserfüllung notwendigen Informationen und Unterlagen vollständig und wahrheitsgemäß zur Verfügung zu stellen. Dies betrifft insbesondere die Schilderung seiner Anliegen und Ziele.
§ 9 Vertraulichkeit und Datenschutz
9.1. Der Coach verpflichtet sich zur strikten und uneingeschränkten Vertraulichkeit über alle Informationen, die ihm im Rahmen der Coaching-Beziehung vom Klienten anvertraut werden oder ihm sonst bekannt werden. Dies schließt den Inhalt der Gespräche, persönliche Daten und geschäftliche Interna des Klienten ein. Diese Verpflichtung zur Verschwiegenheit gilt auch über das Ende des Vertragsverhältnisses hinaus.
9.2. Die Vertraulichkeitsverpflichtung entfällt nur, wenn der Klient den Coach ausdrücklich und schriftlich davon entbindet oder wenn eine gesetzliche Verpflichtung zur Auskunftserteilung besteht (z.B. bei Straftaten oder zur Abwehr von Gefahren für Leib und Leben).
9.3. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten des Klienten erfolgt ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Detaillierte Informationen hierzu finden sich in unserer separaten Datenschutzerklärung, die auf der Webseite lightlecmp.pro abrufbar ist.
9.4. Im Falle von Team- oder Gruppencoachings verpflichten sich alle Teilnehmer ebenfalls zur gegenseitigen Vertraulichkeit bezüglich der persönlichen Informationen und Beiträge der anderen Teilnehmer.
§ 10 Urheberrecht und Nutzungsrechte an Unterlagen
10.1. Alle vom Coach im Rahmen der Dienstleistung erstellten und ausgehändigten Unterlagen, Konzepte, Präsentationen, Arbeitsblätter und sonstigen Materialien sind urheberrechtlich geschützt und geistiges Eigentum des Coaches.
10.2. Der Klient erhält an diesen Unterlagen ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht ausschließlich für den persönlichen, eigenen Gebrauch im Rahmen des vereinbarten Coaching-Zwecks. Jede darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere die Vervielfältigung, die Weitergabe an Dritte, die öffentliche Zugänglichmachung oder die kommerzielle Verwertung, ist ohne die vorherige, ausdrückliche und schriftliche Zustimmung des Coaches untersagt.
10.3. Ton- und Bildaufzeichnungen von Coaching-Sitzungen, sei es online oder in Präsenz, sind grundsätzlich nicht gestattet, es sei denn, beide Parteien stimmen dem im Einzelfall ausdrücklich und schriftlich zu.
§ 11 Haftungsbeschränkung
11.1. Der Coach haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Coaches beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Coaches beruhen.
11.2. Bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Klient regelmäßig vertrauen darf, haftet der Coach auch bei leichter Fahrlässigkeit. Die Haftung ist in diesem Fall jedoch auf den Ersatz des vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens begrenzt.
11.3. Über die in den Absätzen 11.1 und 11.2 genannten Fälle hinaus ist eine Haftung des Coaches für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.
11.4. Der Coach übernimmt keine Haftung für die vom Klienten getroffenen geschäftlichen oder privaten Entscheidungen und deren Konsequenzen. Die Verantwortung für die Umsetzung der im Coaching erarbeiteten Impulse liegt allein beim Klienten. Der Coach gibt keine Erfolgsgarantie.
11.5. Die Datenkommunikation über das Internet kann nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht fehlerfrei und/oder jederzeit verfügbar gewährleistet werden. Der Coach haftet insoweit nicht für die ständige und ununterbrochene Verfügbarkeit von Online-Coaching-Plattformen oder seiner Webseite.
11.6. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Coaches, sofern Ansprüche direkt gegen diese geltend gemacht werden.
§ 12 Vertragsdauer und Kündigung
12.1. Die Dauer des Vertrages richtet sich nach der individuellen Vereinbarung. Er kann für eine bestimmte Anzahl von Sitzungen (Leistungspaket) oder auf unbestimmte Zeit mit regelmäßigen Terminen geschlossen werden.
12.2. Ein auf unbestimmte Zeit geschlossener Vertrag kann von beiden Parteien mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Kalendermonats ordentlich gekündigt werden, sofern im individuellen Angebot keine abweichende Regelung getroffen wurde. Die Kündigung bedarf der Textform.
12.3. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur vereinbarten Beendigung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile unzumutbar ist. Dies kann beispielsweise bei einem schweren Vertrauensbruch oder bei Zahlungsverzug des Klienten nach erfolgloser Mahnung der Fall sein.
12.4. Im Falle einer Kündigung werden die bis zum Wirksamwerden der Kündigung erbrachten Leistungen anteilig abgerechnet. Bereits im Voraus gezahlte Honorare für noch nicht erbrachte Leistungen werden dem Klienten erstattet.
§ 13 Online-Streitbeilegung und Verbraucherschlichtung
13.1. Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ finden. Verbraucher haben die Möglichkeit, diese Plattform für die Beilegung ihrer Streitigkeiten zu nutzen.
13.2. Wir sind zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet noch bereit. Unser Ziel ist es, eventuelle Meinungsverschiedenheiten direkt und einvernehmlich mit Ihnen zu klären. Bitte kontaktieren Sie uns bei Anliegen direkt über [email protected].
§ 14 Schlussbestimmungen
14.1. Auf die Vertragsbeziehung zwischen dem Coach und dem Klienten sowie auf diese AGB findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung.
14.2. Ist der Klient Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Geschäftssitz des Coaches in Berlin. Dasselbe gilt, wenn der Klient keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt sind.
14.3. Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages oder dieser AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.
14.4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung unter angemessener Wahrung der beiderseitigen Interessen am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für den Fall, dass diese AGB eine Regelungslücke aufweisen.